Wladimir Putin: China und Deutschland entwickeln sich zu Supermächten

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte in einer Videoschalte beim Diskussionsklub Waldai, dass China und Deutschland auf dem Weg seien, sich zu neuen Supermächten zu entwickeln. Von der absoluten Dominanz der USA könne keine Rede mehr sein.

Putin erklärte am Donnerstag bei der Plenarsitzung des Diskussionsklubs Waldai:

China bewegt sich in Bezug auf sein wirtschaftliches Gewicht und seinen politischen Einfluss aktiv in Richtung einer Supermacht. Auch die Bundesrepublik Deutschland geht diesen Weg. 

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Putin hatte bereits im Juni 2019 gesagt, dass Russland keinen Supermachtstatus anstrebe, da dies eine Einflussausübung auf andere Staaten und ganze Regionen vorsehe.

Die letzte Bastion des Deep State: Wann wird die deutsche Frage gelöst?

US-Präsident Donald Trump hatte Mitte Juni verkündet, dass die USA kein „Weltpolizist“ mehr sein wollen. Trump hatte daher beschlossen, mit einem Teilabzug der in der BRD stationierten US-Truppen zu beginnen. 9.500 der aktuell 35.000 stationierten Soldaten sollen bis Herbst 2020 abgezogen wer- den – insgesamt sollen aber 25.000 die BRD verlassen. Donald Trump begründete den Teil-Trup- penabzug damit, dass die BRD nicht genug Beitrag zur Verteidigung der Nato leiste.

Tatsächlich dürfte es dem Präsidenten weniger um die Nato gehen – die hält Donald Trump ohnehin für obsolet – Vielmehr hat der US-Präsident des Öfteren betont, dass die USA die „Ära der endlosen Kriege“ endlich beenden wollen. Auch in anderen Teilen der Erde hat Donald Trump mit dem Abzug der US-Truppen begonnen: Im Irak, in Afghanistan und in Syrien.

Wer den US-Präsidenten Donald Trump also noch immer mit den Handlungen seiner Vorgänger gleichsetzt, welche bis auf JFK für den Deep State agiert haben, der hat nicht verstanden, wer Trump ist. Bereits bei seiner Inauguration im Januar 2017 hatte Donald Trump klar und deutlich gesagt, was sein Ziel ist. Und dieses Ziel setzt er seit dem konsequent um: Die Vernichtung des Deep State – und zwar weltweit, mit seinem globalen Netzwerk aus Verbündeten, welche diesen Planeten ebenfalls von dieser satanischen Seuche befreien wollen.

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Die deutsche Frage ist noch offen

Nur die Frage der BRD ist noch nicht gelöst – vermutlich wird die deutsche Frage als letztes Problem auf diesem Planeten gelöst werden. Doch zunächst muss auch dieses Land „gesäubert“ werden. Das sehen wir unter anderem daran, dass die Kinderhandels- und Pädo-Kriminellen-Netzwerke gerade ausgehoben werden. Die BRD-Verwaltung, welche in den vergangenen Jahrzehnten – und insbe- sondere seit Merkel am Ruder ist – zugunsten des Deep State und gegen das deutsche Volk agiert hat, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten eingesetzt. Die deutschen Gebiete sind in diesem Sinne noch nicht souverän. Der G7-Gipfel im September in den USA – bei dem Merkel kaum eingeladen sein dürfte – sowie die von Putin für den Herbst geplante Weltmächtekonferenz, könnten den Beginn der Verhandlungen über die Neuordnung Deutschlands und Europas einläuten.

Es ist davon auszugehen, dass die deutsche Frage nach Trumps Wiederwahl am 3. November 2020 von den Alliierten angegangen werden wird. Wer die deutsche Frage dabei aus deutscher Sicht ver- treten wird, ist bislang nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass es hinter den Kulissen bereits einen adäquaten Vertreter, der aus staats- und völkerrechtlicher Sicht für die Verhandlungen legitimiert ist, gibt.

Mit der Fortführung des Parteiensystems ist kaum zu rechnen – das BRD-Parteiensystem wird es in dieser Form wohl nicht mehr geben. Damit wären dann große Teile des monströsen Verwaltungs- apparates, der sich seit Jahrzehnten auf Kosten der Bevölkerung bereichert hat, obsolet. Dazu ge- hören auch die Länderregierungen mit ihren aufgeblähten Parlamenten.

https://www.watergate.tv/die-letzte-bastion-des-deep-state-wann-wird-die-deutsche-frage-geloest/

Planen Trump und Putin die Auflösung der BRD-Verwaltung? Jalta-Konferenz noch im Herbst möglich

Eigentlich sollte der G7 schon im Juni stattfinden. Doch dann kam Corona und US Präsident Donald Trump hat entschieden, den Gipfel auf September zu verlegen. Die eigentliche Überraschung aber ist, dass Trump Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum Gipfel holt – das stößt bei der Bundesre- gierung auf kein positives Echo. Sowohl Kanzlerin Angela Merkel als auch Außenminister Heiko Maas haben bereits abgesagt. Was ist los zwischen Washington und Berlin?

Von Frank Schwede

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So gehen viele Beobachter mittlerweile von der Vermutung aus, dass das Fernbleiben Deutschlands auf Initiative des US Präsidenten zurückgeht, dass Trump weder Kanzlerin noch Außenminister zum Treffen eingeladen hat – doch das würde man in Berlin natürlich nie zugeben, da dreht man doch den Spieß lieber um, um das Gesicht zu wahren.

Verdeckte Operationen gegen den Tiefen Staat

Nachdem Trump sukzessive immer mehr Geldgeber und Hintermänner einen nach dem anderen aus- schaltet, dürfte es für Angela Merkel künftig immer schwieriger werden, außerhalb der EU noch eine tragende Rolle zu spielen. Das heißt Deutschland im Speziellen und die EU im Allgemeinen dürfte in absehbarer Zeit auf der Weltbühne isoliert sein, wenn es Donald Trump gelingen sollte, die Welt aus den Fängen des Tiefen Staats zu befreien. Tatsache ist, dass hinter der Bühne gegenwärtig viel dafür getan.

Es laufen verdeckte Operationen, es finden Festnahmen statt, dem Tiefen Staat, der sehr tief im organisierten Verbrechen involviert ist, wird ein Zahn nach dem anderen gezogen. Auch wenn der Tiefe Staat in den USA in Funktion der Demokraten noch immer so tut, als habe er noch immer auf alles und jeden Einfluss, die Wahrheit ist eine andere, also mehr Schein als Sein.

Donald Trump hat sein Versprechen von vor der Wahl eingelöst: Er krempelt die Welt um, Frieden statt Krieg, Reichtum statt Armut, ist seine Devise. Die letzten regierenden Steigbügelhalter des Tiefen Staats, die vor allem in der EU noch fest im Sattel sitzen, sehen rot, wenn sie den Namen Donald Trump hören. Verständlich: in der EU ist Lobbyarbeit das Tagesgeschäft und Politik hat hier nur sehr wenig bis gar nichts mit Demokratie zu tun.

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Schon lange wird gemunkelt, dass der russische Präsident in Donald Trump so etwas wie einen Ver- bündeten sieht. Auch Wladimir Putin plant für den Herbst  Großes. Mehrfach schon hat der russische Präsident eine Weltmächtekonferenz unter der Teilnahme der ehemaligen Alliierten und Siegermächte des Zweiten Weltkriegs geplant, eine Art Jalta-Konferenz. Frankreich, Großbritannien und China haben bereits zugestimmt.

Wird die BRD-Verwaltung noch in diesem Jahr aufgelöst?

Beobachter gehen sogar von der Vermutung aus, dass die Konferenz den Charakter des Wiener Kon- gresses haben könnte und dass es hier sehr wahrscheinlich auch um die Zukunft Deutschlands und Europas geht, das würde natürlich auch das Ende der BRD-Verwaltung bedeuten und der Errichtung eines souveränen deutschen Staates stünde nichts mehr Wege.

In diesem Fall würde auch die Gebietsreform wieder ein Thema sein. Laut Staats- und Völkerrechtlern hätte Deutschland bereits schon nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 die ehemaligen Gebiete des Deutschen Kaiserreichs zugestanden – jedoch haben der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und sein Außenminister Hans Dietrich Genscher ein entsprechendes Angebot des damaligen rus- sischen Präsidenten Michail Gorbatschow abgelehnt.

(Anm. d. Red.: Möglicherweise ist eine persönliche Teilnahme von Merkel und Maas gar nicht nötig, falls im Herbst die BRD-Simulation aufgelöst wird, ist die Geschäftsführerin Angela Merkel obsolet und kann direkt in den nächstliegenden Gulag nach Russland verfrachtet werden, falls sie keinen Versuch unternimmt nach Paraguay oder Chile zu fliehen, wo sie eine Fluchtburg besitzen soll).

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https://www.pravda-tv.com/2020/07/planen-trump-und-putin-die-aufloesung-der-brd-verwaltung-jalta-konferenz-noch-im-herbst-moeglich/

Präsident Trump wird die BRiD-Staatsimulation beenden

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Heute gebe es angesichts neuer internationaler politischer Umwälzungen eine Chance, die deutsche Verfassungsfrage endgültig zu klären. Auch mit Hilfe der US-Alliierten, die seit 2017 einen neuen Präsidenten im Weißen Haus haben. „Das stillschweigende Einvernehmen der Siegermächte ist schon lange nicht mehr stillschweigend. Die Siegermächte stehen sehr unter Druck.“ Der Partei-Vorsitzende Kahn zitierte US-Präsident Donald Trump, der gegenüber US-amerikanischen Medien sagte: „Es wird Zeit, dass wir uns mit der deutschen Frage endgültig beschäftigen. Wir geben uns die beste Mühe, das zu klären.“ Dies gebe Hoffnung auf eine endgültige Klärung der deutschen Verfassungsfrage.

„Trump sagte damals im Beisein von Frau Merkel, er finde es ziemlich gemein, dass ausgerechnet sei- ne Administration diese Frage regeln solle“, ergänzte der Vize-Vorsitzende der DSP, Markus Konsorr, gegenüber Sputnik. Aber der amtierende US-Präsident könne das tatsächlich regeln. „Wir können nicht die Obama-Administration dafür verantwortlich machen“, zitierte er Trump sinngemäß. „Sondern da müssen wir noch über 25 Jahre weiter zurückgehen. Alle vor mir haben es verpasst, alle haben es nicht gemacht. Aber jetzt werde ich es in die Hand nehmen‘. Das sagt Donald Trump ganz öffentlich.“

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https://www.contra-magazin.com/2019/05/grundgesetz-oder-verfassung-wie-frei-und-souveraen-ist-die-brd/?unapproved=377449&moderation-hash=89afd3ee4fc36d675296bf61f262f683#comment-377449

Der Nazi Untergrund – aufgedeckt

„Wir verstehen die deutsche Gründlichkeit nicht. Von Anbeginn des zweiten Weltkrieges haben sie mit der Möglichkeit gerechnet, auch diese zweite Runde – wie schon die erste – zu verlieren und sie ha- ben für diese Möglichkeit sorgfältig und systematisch eine dritte Runde geplant – den dritten Welt- krieg! Hitler hat verloren. Diese Runde des Krieges ist in Europa vorbei. Die Nazis sind in den Untergrund gegangen. Sie haben in Frankreich und in Norwegen gelernt, wie wirkungsvoll ein gut organisierter Untergrund die Besetzung und die Kontrolle eines Landes behindern kann. Paris wurde von dem französischen Untergrund befreit – und von den alliierten Streitkräften. Jetzt wird syste- matisch ein Nazi-Untergrund geplant. Sie planen zurückzukommen und beim dritten Anlauf zu ge- winnen.“

Das erklärte der prophetische Nachrichtenanalyst Herbert W. Armstrong am 9. Mai 1945 während der Gründungskonferenz der Vereinten Nationen, nur Stunden nachdem der zweite Weltkrieg zu Ende war. Europa lag damals in Trümmern. Die Nazis waren dabei, sich zu verstecken und hatten Geheim- pläne, der Entdeckung zu entgehen – das kann doch nicht die Wirklichkeit gewesen sein – oder doch?

Siebzig Jahre später ist die Wahrheit klar. Eine Reihe von ausführlichen Berichten haben die geheimen Nazi-Pläne beschrieben, um die deutsche Geschäftswelt, die Politik und das Militär zu unterwandern und wieder an die Macht zu kommen. Dies ist keine Verschwörungstheorie: Es war das Thema von Untersuchungen der Regierung und Mainstream-Medien haben darüber berichtet. Nur hat bisher nie- mand gefragt, was diese Entdeckungen für das moderne Deutschland und seine Zukunft bedeutet.

Die Nazi Kriegsmaschine ging mit zwei verschiedenen Methoden in den Untergrund. Zuerst planten die Nazi-Anführer, die Köpfe des Nazismus, ihr Überleben. 1943 war klar, dass sie verlieren könnten und 1944 wurde es offensichtlich. Einzelne Menschen begannen zu planen, wie sie Gefängnis und Hin- richtung durch die alliierten Gerichte vermeiden könnten. […]

Außerdem fanden die Anführer der Nazis Wege, sich in die neue Regierung und in die Administration in Deutschland einzuschleichen. Nach dem Krieg beteuerte so ziemlich jeder Deutsche, er habe die Nazis gar nicht unterstützt. Hunderttausende von Nazi-Anhängern ohne große Bedeutung und ohne bekannte Namen entsagten ihrer Ideologie, fielen in der Menge nicht weiter auf und behielten ihre Jobs. Ohne aufzufallen beteiligten sich diese Ex-Nazis an der Nachkriegsregierung und halfen ihren berühmteren Kollegen, das Weite zu suchen.

Pläne, in den Untergrund zu gehen

Die Beweise dafür, dass die alten Nazis planten, in den Untergrund zu gehen, sind offensichtlich.

Am 10. August 1945 trafen sich Repräsentanten der Regierung und der SS mit führenden Industri- ellen. Repräsentanten von Volkswagen, dem Stahlproduzenten Krupp und dem Waffenhersteller Rhein- metall waren anwesend und wohl auch noch einige andere. Ein Dokument des Geheimdienstes der Vereinigten Staaten, das 1996 veröffentlicht wurde, beschreibt dieses Treffen. Der Bericht besagt, dass der Gruppe folgendes mitgeteilt wurde: „Von jetzt an muss auch die deutsche Industrie er- kennen, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden kann und dass sie Schritte zur Vorbereitung des Nachkriegshandels unternehmen muss. Jeder Unternehmer müsse Kontakte mit ausländischen Firmen knüpfen und Vereinbarungen treffen; das müsse aber jeder einzelne für sich tun, um keinen Verdacht zu erwecken. Außerdem müssten auch Vorbereitungen auf finanzieller Ebene getroffen werden, um sich nach dem Krieg erhebliche Geldsummen aus dem Ausland zu leihen.“

Nach diesem Treffen kam eine kleinere Gruppe zusammen. Hier wurde einer Handvoll Unternehmern mitgeteilt, dass dem Geheimdienstdokument zufolge die Nazi-Partei „gezwungen werden würde, in den Untergrund zu gehen“.

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Auch in der katholischen Kirche begann man bereits vor Kriegsende zu planen, wie man die wich- tigsten Nazis schützen könnte. Bereits 1942 kontaktierte Monsignor Maglione den argentinischen Botschafter und fragte ihn, ob sein Land eventuell bereits sei, „die Einwanderungsbestimmungen großzügig anzuwenden, um im geeigneten Moment europäische katholische Einwanderer zu ermu- tigen, Land und Kapital in Argentinien zu erwerben“. Er rechnete ganz klar mit der Niederlage Deutschlands und einem Exodus von Nazis, die Zuflucht suchen würden.

Während der Krieg weiterging, bereiteten sich viele Leute Schlupflöcher vor. „Eines Tages werden wir zurückkommen. Bis dahin à bientôt.“ Dies waren die Worte eines Militärsprechers im Nazi-Radio am 1. September 1944, der nur ein vorläufiges „Auf Wiedersehen“ wünschte.

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Die Nazi-Bürokraten

Während die hochrangigen Nazis flohen, wurde den meisten Nazi-Bürokraten erlaubt zu bleiben. Jahrelang bewahrten die Funktionäre in der deutschen Nachkriegsregierung ihre Unschuld. Sie be- standen darauf, keine Nazis zu sein. Sie mögen ja vielleicht unter den Nazis gearbeitet haben, aber sie hätten sie keinesfalls unterstützt und auch nur ein unerlässliches Mindestmaß beigetragen.

In Wahrheit war alles ganz anders, wie eine Reihe von schockierenden Studien beweist, die die deutsche Regierung im vergangenen Jahrzehnt in Auftrag gegeben hat.

Im Oktober 2010 erschien ein 880 seitiges Buch, das ausführlich über die Zusammenarbeit des deut- schen Außenministeriums mit den Nazis in Kriegszeiten berichtet. „Das Außenministerium war nicht nur irgendwie in den Nationalsozialismus eingebunden oder sogar eine Brutstätte des Widerstandes, wie man lange Zeit behauptet hat“, sagte Prof. Eckart Conze, der die Studie leitete, zu Spiegel Online. „Vom ersten Tag an funktionierte es als Institution des Nazi-Regimes und hat die ganze Zeit seine Gewaltpolitik unterstützt. Nach 1945 wurde fast das gesamte Personal im Mi- nisterium beibehalten und einige seiner Diplomaten waren wirklich stark an den Nazi-Verbrechen beteiligt gewesen.“

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Es wird noch schlimmer. Den Diplomaten des Außenministeriums der Nazizeit wurde nach Kriegsende gestattet, ihre Ämter auch weiter zu behalten. Diese Experten halfen dann ihren Nazi-Kollegen, weiter im diplomatischen Korps zu dienen und so ihrer Verfolgung wegen ihrer Kriegsverbrechen in Übersee zu entgehen.

Nachdem dies wie eine Bombe eingeschlagen war, öffnete auch das Finanzministerium seine Bücher. Genau wie im Außenministerium hatten auch die Finanzbeamten behauptet, sie seien keine Nazis ge- wesen. Sie sagten, sie hätten nur ein absolutes Mindestmaß an ihrem Arbeitsplatz bewirkt und so- gar Widerstand gegen die Nazis geleistet, wann immer sie konnten. […]

Prof. Hans Peter Ullmann, der die Studie des Finanzministeriums leitete, sagte, dass zu einer Zeit 30 Prozent des deutschen Regierungsbudgets aus gestohlenem jüdischem Vermögen bestand. Die New York Times kommentierte: „Die Plünderung des jüdischen Vermögens wäre ohne einen wirkungsvollen öffentlichen Dienst gar nicht möglich gewesen“ (26. Dezember 2010). Das Ministerium sei voller be- geisterter Nazis gewesen, die nach dem Krieg auch dort verblieben.

Im Dezember 2011 veröffentlichte die deutsche Regierung einen Bericht über die große Verbreitung der Nazis unter den Regierungsbeamten. Der Bericht schloss mit der Feststellung, dass nach dem Krieg „die meisten Beamten im öffentlichen Dienst ihren Arbeitsplatz behielten.“ Ihre Experten schätzten, dass 70 Prozent des Personals gestattet wurde, an ihrem Arbeitsplatz zu verbleiben, an- dere Experten sagten, dass der Prozentsatz sogar bis zu 90 Prozent betragen könnte.

Dieselben Regierungsdokumente offenbarten, dass 25 Kabinettsmitglieder, sowie ein Präsident und ein Kanzler im Nachkriegsdeutschland eingetragene Nazi-Parteimitglieder gewesen waren. Ein Nach- kriegs-Justizminister und ein Finanzminister waren Mitglieder der Sturmabteilung Hitlers (SA) ge- wesen, der Gruppe, die Hitler mit Gewalt den Aufstieg zur Macht ermöglichte.

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Das Justizministerium veröffentlichte 2016 eine Untersuchung. Aus ihr folgte, dass etwa drei Viertel der Justizbeamten im Vorkriegswestdeutschland Nazis gewesen waren. Die Financial Times nannte das „einen überraschend hohen Prozentsatz – viel höher, als die Forscher erwartet hatten“. Vierund- dreißig der leitenden Richter und Anwälte des Ministeriums waren Mitglieder der Sturmabteilung, Hitlers SA, gewesen. Der Local schrieb: „Das faschistische Netzwerk der alten Burschen schloss die Reihen und sie deckten sich so gegenseitig vor der Justiz, fand die Studie heraus – das erklärte auch, warum nur so wenige Nazi-Kriegsverbrecher jemals ins Gefängnis kamen“ (10. Oktober 2016).

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Der Geheimdienst

Die starke Verbreitung der Nazis in der deutschen Politik erlaubte es ihnen, auch in anderen Schlüs- selpositionen zu verbleiben. Einer der einflussreichsten war Generalmajor Reinhard Gehlen, der, wie wir erwähnten, 1944 Geheimdienstinformationen in den Schweizer Alpen versteckt hatte. Gehlen stellte sich den Amerikanern und schlug ihnen einen Deal vor: Ich kontrolliere die führende Geheim-dienstbehörde, die auf die Sowjets konzentriert ist und habe all meine Geheimdienstinformation deponiert. Wenn Sie mich freilassen, kann ich Ihnen eine gut vorbereitete antisowjetische Spionage- einheit übergeben.

Es scheint unglaublich, aber die Amerikaner akzeptierten. Gehlen wurde freigelassen. Er wurde dafür bezahlt, damit er seine Organisation wieder aufbaute und nutzte dafür viele seiner alten Mitarbeiter. Er rekrutierte auch noch andere Ex-Nazis. Er war nicht wählerisch. Ex-Gestapo-Beamte, Ex-SS, Kriegsverbrecher und Nazis, die direkt am Holocaust beteiligt gewesen waren – alle waren ihm willkommen. Schätzungsweise 10 Prozent seiner Mitarbeiter hatten für den Chef der SS Heinrich Himmler gearbeitet. Die Amerikaner ließen Gehlens Netzwerk wieder aufblühen, um den Sowjets ent-gegenzuwirken.

1956 wurde Gehlens Geheimdienstorganisation formell unter westdeutsche Kontrolle gestellt und wur- de zum Bundesnachrichtendienst (BND). Gehlen blieb auch weiterhin der Meisterspion.

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Aber der ganze Umfang der Nazi-Geschichte des bnd ging für immer verloren. Der bnd vernichtete die Akten von etwa 250 seiner frühen Beamten. Einer unabhängigen Kommission von Historikern zufolge enthielten diese Akten die Dossiers derjenigen Personen, die „bedeutende Geheimdienstpositionen bei der SS, der SD (dem Geheimdienst der SS und der Nazi-Partei) oder bei der Gestapo inne gehabt hatten.“

Wann fand diese Vertuschung statt? In den späten 1940er Jahren? Oder vielleicht in den 1950er Jahren?

Es war 2007. Jawohl, vor nur zwölf Jahren vertuschte der bnd noch aktiv seine Nazi-Vergangenheit.

Das Militär

Nach dem Krieg war es Deutschland offiziell verboten, eigene Streitkräfte zu unterhalten. Aber die deutsche Regierung schuf insgeheim eigene Streitkräfte. Im Mai 2014 veröffentlichte der deutsche Geheimdienst Dokumente, die beweisen, dass Ex-Nazis schon 1949 eine geheime Armee gründeten. Sie bestand aus 40 000 Soldaten und 2000 Offizieren.

Diese Armee verschwand, als Deutschland in den 1950er Jahren seine eigenen offiziellen Streitkräfte gründete, aber viele der Anführer dieser geheimen Armee wurden wichtige Führungskräfte in Deutschlands nun offiziell etablierten Streitkräften.

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Als dann die deutsche Armee wieder neu geschaffen war, füllte sie sich schnell mit Personal der früh- eren Streitkräfte der Nazizeit. Zum Beispiel hatten im Jahr 1976 von 217 Bundeswehrgenerälen nur drei nicht in Hitlers Streitkräften gedient.

Die Industrie

Während des Krieges arbeiteten die deutschen Großindustriellen eng mit den Nazis zusammen. Der vielleicht Berüchtigtste von ihnen war Alfried Krupp, der Hitler jahrelang unterstützte und dessen Waffenfirma im Grunde eine Abteilung der Regierung war, die Kriegsmaterial herstellte. Einer ihrer Repräsentanten nahm 1944 an dem Treffen teil, bei dem die Nazis planten, in den Untergrund zu gehen.

Krupp wurde nach dem Krieg verhaftet. Aber schon 1951 wurde er wieder freigelassen. Noch schok- kierender wurde ihm nur zwei Jahre danach gestattet, wieder die Kontrolle über seine Firma, die ThyssenKrupp AG, zu übernehmen. Als er 1967 starb, hatte er noch Hitlers Buch Mein Kampf auf dem Nachttisch liegen. Seine Firma hat sich seither wieder der Waffenherstellung zugewandt.

Tatsächlich haben fast alle der auf diesem geheimen Treffen vertretenen Firmen die Waffenherstellung wieder aufgenommen. Rheinmetall ist heute ein riesiger Waffenhersteller-Konzern geworden. Die Firma fusionierte mit dem deutschen Lastkraftwagenhersteller man und wurde Europas größtes Un- ternehmen im Verteidigungssektor. Büssing, eine weitere, auf dem Treffen vertretene Firma, ist ebenfalls ein Teil des Mischkonzerns, da sie 1971 mit man fusionierte. Anfang des Jahres erwarb das Rheinmetall- man Konsortium 55 Prozent der Anteile an der Produktion von militärischen Fahrzeugen der britischen bae- Systems. Messerschmitt, einer der bekanntesten Teilnehmer an dem Treffen 1944, kehrte unter dem Namen Airbus zum Flugzeugbau zurück. Nach einigen Fusionen und Übernahmen wurde die Firma ein wichtiger Teil der European Aeronautic Defense and Space Co. – Europas erster Hersteller von Militärhubschraubern und Kampfjets.

[…]

Das untergeordnete Personal beteuerte, es hätte nichts mit den Nazis zu tun gehabt. Die Nazis hätten beinahe den Globus erobert, aber als Deutschland schließlich erobert war, wurde es sehr schwierig, irgendwelche Nazis aufzuspüren.

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Im Jahr 2018 deckte die deutsche Regierung ein Komplott von etwa 200 Mitgliedern von Deutschlands Sondereinsatztruppen auf, dem Kommando Spezialkräfte. Diese Neonazi-Elitesoldaten planten, Clau- dia Roth, die Chefin der Partei der Grünen zu ermorden sowie Heiko Maas, den amtierenden Außen- minister und Joachim Gauck, Deutschlands früheren Präsident. Ihre Abschussliste schloss auch noch andere linke Parteichefs und Anführer von asylsuchenden Gruppen ein. Sie hatten Waffen und Muni- tion in der Nähe der schweizerischen und österreichischen Grenze deponiert.

In der Folge entdeckte die Polizei auch Versuche der Neonazis, das Militär zu infiltrieren. Ein Oberst- leutnant des Militärgeheimdienstes hatte versucht, die Gruppe geheim zu halten. Um diese Niveau zu erreichen, muss man schon über weit mehr als nur eine Handvoll rechtsextremer Rekruten verfügen, die es schaffen, durch die strengen Prüfverfahren zu schlüpfen.

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https://www.dieposaune.de/articles/posts/der-nazi-untergrund-aufgedeckt

Die deutsche Geschichte ist dabei, sich zu verändern.

Wer hat denn letztendlich die Schuld am zweiten Weltkrieg? Die Antwort darauf gibt eine bunte Hoch- glanzillustrierte, die auf meinem Schreibtisch liegt und die könnte Sie überraschen: Die Schuld hat Großbritannien, Amerika und vor allem die Wall Street.

Die Zeitschrift stellt fest, „das amerikanische Finanzkapital habe Deutschland versklavt – und den Dik- tator unterstützt“ – damit meint sie Adolf Hitler.

Willkommen bei Compact, die Zeitschrift, die die deutsche Geschichte neu schreibt.

[…] Im Frühjahr 2017 begannen ihre Herausgeber, eine neue Serie vorzustellen: Compact Geschichte.

Sie entdeckten schnell, dass es innerhalb der extremen Rechten eine große Nachfrage nach dieser neuen Geschichte gab.

Compact Geschichte erscheint nun drei Mal pro Jahr. Vor mir liegt das letzte Heft – eine Sonder- ausgabe über den Versailler Vertrag, veröffentlicht 100 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Die Zeitschrift argumentiert, Deutschland sei am Ende des Krieges von habgierigen Westlern verfolgt worden. „Das Friedensdiktat von Versailles schuf ideale Bedingungen für das Wachstum des Hitle- rismus“, heißt es in dem abschließenden Artikel.

Der erste Weltkrieg ist nicht die einzige Periode in der deutschen Geschichte, die so abgehandelt wird. Die erste Ausgabe erschien mit dem Titel: „1000 Jahre Deutsches Reich – Unsere Geschichte, unsere Errungenschaften und unser Stolz“. Deutschlands „tausendjähriges Kaiserreich“ wurde beschrieben. Artikel über die Herrlichkeit Karls des Großen, das Heilige Römische Reich Otto des Großen und den Aufstieg der Habsburger entwarfen ein strahlendes Bild von Deutschlands Vergangenheit.

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Die nächste Ausgabe von Compact Geschichte handelte von „deutschen Helden“, dann vom „mysti- schen Deutschland“ und in der nächste Ausgabe ging es um den „Krieg, der viele Väter hatte“, mit radikalen neuen Ansichten über die Ursachen des zweiten Weltkriegs.

Compact ist ein Teil einer wachsenden Randgruppe in der deutschen Politik. Es hat enge Verbindungen zur Alternative für Deutschland, die im Moment etwa 15 bis 20 Prozent aller Stimmen erhält. Aber die Neufassung der deutschen Geschichte besitzt eine noch breitere Attraktivität.

Ein neuer Nationalstolz

Anfang November befragte die Universität von Leipzig 2400 Deutsche nach ihrer Haltung zum autori- tären Regierungssystem. Es war überraschend, was sie herausfanden.

Sie fragte die Leute, ob sie mit den folgenden Äußerungen einverstanden seien:

„Im nationalen Interesse ist eine Diktatur unter bestimmten Umständen die bessere Regierungs- form.“

„Ohne die Ausrottung der Juden würde Hitler heutzutage als großer Staatsmann angesehen wer- den.“

„Die Juden benutzen, mehr als andere Leute, üble Tricks, um zu erreichen, was sie wollen.“

Im Allgemeinen stellte sich heraus, dass etwa zehn Prozent mit diesen Äußerungen zum größten Teil oder vollständig einverstanden waren. Aber ungefähr weitere zwanzig Prozent sagten, sie seien „teil- weise damit einverstanden, aber teilweise auch nicht.“

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Nach der Zusammenstellung dieser Zahlen kam bei dieser Studie heraus, dass mindestens 26 Prozent der Deutschen teilweise mit der Vorstellung einverstanden sind, es sei besser, unter bestimmten Umständen einen Diktator zu haben. Im früheren Ostdeutschland stieg diese Zahl dann sogar auf annähernd 40 Prozent an.

Aber einige der größten Überraschungen kamen auf Fragen über Deutschlands Rolle in der Welt. Eine typische Äußerung war: „Wir sollten endlich den Mut haben, wieder starke nationale Gefühlen zu zeigen.“ Dazu sagten 37 Prozent, sie seien vollständig oder zum größten Teil damit einverstanden. Weitere 30 Prozent waren teilweise damit einverstanden, teilweise aber auch nicht. Die Äußerung: „Unser Land braucht heutzutage eine harte und energische Durchsetzung der deutschen Interessen gegenüber dem Ausland“, brachte als Ergebnis ähnliche Antworten.

Die Deutschen wollen stolz auf ihre Geschichte sein und ihr volles Gewicht in die internationale Waag- schale werfen. Das größte Hindernis dafür ist ihre Geschichte. Eine schockierend große Zahl von Menschen ignorieren sie – daher dieses Bestreben, sie neu zu schreiben.

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Das ist die Botschaft von Compact. Und deshalb reagieren auch noch mehr Leute, nicht nur Compact, auf ähnliche Weise. Das Buch Unsere Geschichte – Deutschland vom Jahre 800 bis heute vom einem etablierten, namhaften Verlag, zielt darauf ab, „eine anders geartete Darstellung der deutschen Geschichte zu liefern.“ Christopher Clarks Buch Die Schlafwandler, dass gerade zu Beginn der 100-Jahresfeiern des Anfangs des ersten Weltkriegs veröffentlicht wurde, ist mit seiner Behauptung, Deutschland trage nicht die Schuld am ersten Weltkrieg, immer noch in aller Munde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb, der Erfolg von Clarks Buch „verriete eine tief verwurzelte Notwendigkeit“ der Deutschen, „sich von den Vorwürfen und der Schuld am ersten Weltkrieg zu befreien.“

Und auch etliche Politiker verbreiten diese Botschaft. 2017 sagte der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg seinen bayrischen Zuhörern: „Wenn Sie sich nicht daran erinnern, woher Sie kamen und was unsere Kultur bedeutet, dann werden Menschen von anderen Kulturen kommen und definieren, wer wir sind.“ Er rief seine Zuhörerschaft dazu auf, sich an ihre Geschichte „mit ihren dunklen und glänzenden Seiten“ zu erinnern und „klar die Haltung einzunehmen, dass wir uns nicht für unsere Kultur entschuldigen müssen“.

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Der bereits verstorbene deutsche Historiker Immanuel Geiss glaubte fest an Deutschlands Schuld am ersten Weltkrieg. Er sagte, dass Deutschland sich wegen seiner Schuld am ersten und zweiten Welt- krieg „mit dem Status einer weniger bedeutenden Macht in Europa begnügen müsse“ und „gut daran täte, all die patriotischen Träume von einem Deutschen Reich zu begraben.“

Wenn auch seine bisherige Geschichte Deutschland nicht bändigen kann, dann „wird das unvermeid- lich zu einer dritten Phase der deutschen Machtpolitik führen und folglich zu einem dritten Weltkrieg, der wieder einmal von Deutschland begonnen werden wird.“

Geiss war ein bedeutender deutscher Historiker. Sein Lehrer Fritz Fischer schrieb buchstäb- lich das Buch über den Beginn des ersten Weltkriegs. Sein Werk Deutschlands Ziele im ersten Welt- krieg, dass 1961 veröffentlicht wurde, ist wohl das wichtigste Buch über den Krieg. Er argumentierte, dass Deutschland „einen erheblichen Teil der historischen Verantwortung am Ausbruch des allumfas- senden Krieges trug“.

Die Reaktion auf Fischers Buch war explosiv – ja, sogar buchstäblich explosiv. In sein Büro wurden Brandbomben geworfen. Die Regierung versuchte, ihn daran zu hindern, das Land zu verlassen und Franz Josef Strauß, einer der einflussreichsten konservativen Politiker Deutschlands, brandmarkte ihn vor dem Bundestag.

Aber Fischers Argumente für Deutschlands Schuld am Krieg waren schlagkräftig und am Ende gewann er die Oberhand über das Establishment der deutschen Historiker. 1972 legte Geiss den Streit bei, indem er verkündete: „Die überwältigende Rolle, die das Deutsche Reich beim Ausbruch des ersten Weltkriegs spielte und der offensive Charakter der deutschen Kriegsziele sind kein strittiger Punkt mehr und daher nicht mehr anfechtbar.“ Zu dieser Zeit zweifelten nur wenige Leute daran. Leider ist inzwischen viel Zeit vergangen, so dass Fischers Werk in Vergessenheit geraten ist und sich nun neue Interpretationen der Geschichte einschleichen.

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Europas Rückkehr zu seinen Wurzeln

Diese Bewegung, die deutsche Geschichte zu ändern, kommt zeitgleich mit einem Umschwung auf dem ganzen Kontinent. Überall in Europa wird die Geschichte neu aufpoliert. Diese „Rezension“ kon- zentriert sich auf dieselbe Geschichte wie die erste Ausgabe von Compact: auf das Heilige Römische Reich. Im September wurde Karl der Große im Aachener Dom eine Woche lang gefeiert. Österreich benutzt seine rotierende Präsidentschaft der Europäischen Union, um das Heilige Römische Reich öffentlich zur Schau zu stellen und machte Werbung für eine Ausstellung des Wiener Reichsschatzes mit der Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reichs. Die Österreicher stellten dieses Erbe im Herzen der EU aus – in dem Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel – um zu versuchen, die Europäer wieder mit dieser Geschichte zu fesseln.

Diese neue Sichtweise der Geschichte wird von führenden Politikern angestoßen. Die EU bestimmte das Jahr 2018 zum „europäischen Jahr des kulturellen Erbes“. Sie rief alle Mitgliedsländer dazu auf, an einer „Verbesserung der Kenntnis und Verbreitung der Kultur und Geschichte der europäischen Völker“ mitzuarbeiten.

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Warum kommt es gerade jetzt in ganz Europa zur einer Wiederbelebung dieser Geschichte?

Der Wunsch nach nationaler Größe und danach, dass Europa wieder die Bedeutung in der Welt er- langt, die es früher hatte, ist ein Teil der Antwort auf diese Frage. Aber das ist noch nicht alles.

Die Bibel sagt uns, dass die Ereignisse im modernen Europa stark und innig mit der Vergangenheit verbunden sind.

[…]

Viel von diesen entscheidenden biblischen Hintergründen finden wir in den Büchern Daniel und Offen- barung. In Daniel 7, fasst Gott die Weltgeschichte angefangen bei der Zeit dieser Prophezeiung in vier Tieren zusammen. Das erste Tier ist „wie ein Löwe“ und symbolisiert das babylonische Reich, das zu Zeiten Daniels gerade existierte. Das nächste Tier ist „wie ein Bär“ und beschreibt das Medo-Persische Reich, dass gerade dabei war, das babylonische Reich abzulösen. Das nächste Tier „wie ein Leopard“ symbolisiert das griechische Reich unter Alexander dem Großem. Und das letzte Tier stellt das römische Reich dar. Dieses Tier war „furchtbar und schrecklich und sehr stark und hatte große eiserne Zähne, fraß um sich und zermalmte, und was übrig blieb, zertrat es mit seinen Füßen“ (Daniel 7, Vers 7). Ganz sicher eroberte und beherrschte Rom die Welt in bisher nie gekanntem Ausmaß und mit einer vorher nie dagewesenen Grausamkeit.

Zehn Hörner kamen aus diesem zehnten Tier, ein Symbol für „zehn Könige, die aufsteigen werden“, nachdem dieses Reich zerfallen würde. Es sind wiederholt Kaiserreiche entstanden, die das römische Reich wiederauferstehen ließen. Deshalb wurden Karl der Große und Otto der Große beide als „Cäsar Augustus“ gekrönt, die Habsburger Herrscher reisten nach Rom und unter Napoleon Bonaparte flogen die Adler der römischen Legionen dann noch einmal über Europas Schlachtfelder. Gott sagt, dass dieses Reich „ganz furchtbar ist… und dass es um sich fraß und zermalmte und mit seinen Füßen zertrat, was übrig blieb“ (Vers 19). Das ist Sein Urteilsspruch über diese Geschichte.

[…] Dieser Artikel hier entlarvt ebenfalls solche Ambitionen. Europa ist dabei, die Geschichte dieser Reiche zu beschönigen und aufzupolieren, weil die Macht, die gerade in Europa aufsteigt, eine Fort- setzung dieser Reiche ist. […] Sie propagieren das Heilige Römische Reich, aber sie propagieren nicht, was Adolf Hitler getan hat – zu viele Leute erinnern sich noch an diese blutige Geschichte. Stattdessen bemänteln sie es mit der Tradition Karls des Großen. Und trotzdem ist es immer dieselbe Geschichte! In dem ersten Reich starben noch nicht so viele Menschen, weil sie damals noch nicht die militärische Technologie dafür hatten. Aber die Ambition war damals schon dieselbe!

Zur gleichen Zeit, wie es zu diesem Umschwung in der Geschichte kommt, entsteht auch ein wach- sendes Verlangen nach einem starken Anführer. Daniel prophezeite auch das: „Aber gegen Ende ihrer Herrschaft, wenn die Frevler überhand nehmen, wird aufkommen ein frecher und verschlagener König“ (Daniel 8, Vers 23).

„Die Prophetie der Bibel lässt klar erkennen: Die Europäer werden bald bekommen, wonach sie sich sehnen: einen neuen Anführer vom Typ Karls des Großen. Dieser Mann wird bald an die Macht kommen und sich selbst als starker Mann für ganz Europa einsetzen. Er wird tatsächlich die EU im Handstreich übernehmen!“

[…]

Die Bibel sagt, dass wir in Europa eine Macht, gebildet aus zehn Ländern, erwarten können. Es wird uns da mitgeteilt, dass es eine Wiederauferstehung dieser historischen Mächte – eine Fortsetzung dieser früheren Reiche Europas, geben wird – und da heißt es auch, dass dieses neue Reich von einem starken Mann angeführt wird. Im Augenblick erleben wir diese Europäische Union beherrscht von Deutschland, auch wenn sie noch nicht auf zehn Länder zusammengeschrumpft ist. Es propagiert und fördert diese historischen Reiche und das Verlangen nach einem starken Mann wächst. Aber auch jetzt stimmt Europa schon sehr genau mit dem in Ihrer Bibel prophezeiten Reich überein.

https://www.dieposaune.de/de/articles/posts/die-deutsche-geschichte-ist-dabei-sich-zu-verandern

Eine Supermacht aufbauen

Deutschland ist ein industrielles Schwergewicht, mächtiger als Russland, Indien und das Vereinigte Königreich. Seine Wirtschaft rettet praktisch ganz allein die Europäische Union vor der Pleite. Aber bei der militärischen Kompetenz ist es ein Leichtgewicht.

Ende 2017 besaß die „Bundeswehr 128 Eurofighter, von denen nur 39 einsatzbereit und flugfähig wa- ren“, berichtete der Spectator. „Sie hatte sechs U-Boote, von denen keines einsatzbereit war, als die- ser Bericht erarbeitet wurde. Von ihren 13 alternden Fregatten waren nur fünf fahrbereit. Von ihren 93 Tornado Jets waren nur 26 einsatzbereit. […]

Trotz dieses düsteren Bildes erwartet die Posaune jedoch, dass Deutschland sich bald wieder in eine furchterregende Militärmacht verwandeln wird, die einen weiteren Weltkrieg auslösen wird.

Das jedenfalls sagt die Bibel voraus. So unwahrscheinlich wie es auch erscheinen mag, könnte diese Veränderung sehr viel leichter und schneller eintreten, als die meisten Leute glauben!

Wie? Letztendlich wird es auf zwei Schlüsselelemente hinauslaufen: auf die industrielle Kapazität und auf den Willen. Industrielle Kapazität hat Deutschland bereits sehr viel. Es ist die viertgrößte Indus- triemacht der Welt und das drittgrößte Exportland. […] Deutschland stellt bereits mengenwei- se militärische Produkte her, die es überall auf der Welt verkauft.

Deutschland besitzt die industrielle Kapazität. Es braucht nur die Willenskraft, den Anreiz – und es könnte sich praktisch über Nacht von einem militärischen Zwerg in einen gewaltigen Riesen verwan- deln!

Warum ist Deutschland nicht jetzt schon ein militärisches Schwergewicht? Erstens ist es gar nicht so schwach, wie viele Leute behaupten. Zweitens – und das ist enorm wichtig – ist das Militär ein außer- ordentlich kompliziertes und sensibles Thema, sowohl innerstaatlich als auch international. Deutsch- land kann nicht so einfach mächtige Streitkräfte aufbauen. Bis vor zehn bis fünfzehn Jahren konnte die Bundeswehr keinen Schuss mit einem Panzer abfeuern, ohne bezichtigt zu werden, es wolle den dritten Weltkrieg anfangen.

[…]

Aber die Zeiten haben sich geändert. Der Anreiz zum Aufbau eines starken Militärs ist stärker gewor- den – und Deutschland ist darauf ausgerichtet, schnell wieder ein militärisches Schwergewicht zu werden.

Ein glanzvolles militärisches Vermächtnis

Um das deutsche Militär zu verstehen, muss man die historischen Zusammenhänge kennen. Während jeder Menschenschlag und jedes Volk eine lange Geschichte von Kriegen und Konflikten hat, haben die Deutschen einen einzigartigen Hang zum Kampf. Man kann diese Geschichte bis zu ihren Vor- fahren, nämlich zu Assur und den antiken Assyrern in Mesopotamien zurückverfolgen. […]

[…]

Sogar das moderne Deutschland wurde im Schmelztiegel des Krieges geboren. Zu Beginn des neun- zehnten Jahrhunderts war Deutschland in 300 Fürstentümer und Königreiche zersplittert. Dann kam Otto von Bismarck und um 1871 hatte er diese Staaten unter der Führung von Preußen vereinigt. Wie hat er das geschafft? Der französische-preußische Krieg (1870-71) war das Bindemittel, das Deutsch- land vereinigte.

Weniger als zwanzig Jahre nach Bismarcks Tod zog Deutschland erneut in den Krieg. 1914 begann Kaiser Wilhelm den ersten Weltkrieg, indem er den Konflikt Österreich-Ungarns mit Serbien (und mit seinem Verbündeten Russland) ausweitete. Deutschland wurde besiegt. Zwanzig Jahre später stürzte Hitler Deutschland und den größten Teil der Welt in einen weiteren schrecklichen Krieg. Deutschland wurde wieder besiegt.

[…] In den frühen 1990er Jahren entfachte der neuerlich wiedervereinigte deutsche Staat zusammen mit dem Vatikan den Balkankrieg.

Reich an militärischen Überraschungen

Deutschland hat immer wieder eine Tendenz zu Tricks und Betrügereien über seine militärischen Fähigkeiten und seinen Ehrgeiz gezeigt. Zu der Zeit, als Hitler 1933 an die Macht kam, hielten ihn die meisten führenden Politiker des Westens für einen friedfertigen Anführer, der nur danach strebte, die Position seines Landes in Europa zu stärken. Als im September 1939 der Krieg ausbrach, waren viele Leute schockiert über die unglaubliche militärische Stärke Deutschlands. In nur wenigen Jahren hatte sich das Land langsam aber nicht gerade im Geheimen von einer ausgehöhlten Macht in einen mili- tärischen Koloss verwandelt und ein Großteil der Welt hatte das nicht einmal bemerkt.

[…]

Könnte sich diese Geschichte wiederholen?

[…]

Im Herbst 1950 traf sich Konrad Adenauer, der westdeutsche Bundeskanzler, im Kloster Himmerod mit militärischen Führungskräften und Experten, die vorher in Hitlers Wehrmacht gedient hatten. Die Herren sprachen darüber, wie das Militär des Landes nach dem Krieg wiederhergestellt werden könnte. Viele der Teilnehmer erhielten später hohe Posten in der Bundeswehr und in der Nato.

Der Gesprächsstoff dieser Diskussion wurde später ein Teil des „Himmeroder Memorandums“ vom 9. Oktober 1950. Die Hauptthese des Memorandums war, dass eine zukünftige deutsche Armee die Re- habilitierung der Wehrmacht erforderlich machte. Dieses Dokument diente als Basis für Verhand- lungen mit dem Westen. Obwohl Adenauer sehr vorsichtig verhandelte und wusste, dass die For- derungen in kleinen Schritten durchgesetzt werden mussten, ist klar, dass Deutschlands militärischer Ehrgeiz immer noch schwelte.

Die Glut des zweiten Weltkriegs war noch nicht erloschen, als die führenden deutschen Politiker schon wieder planten, wie sie Deutschlands Militär wiederaufbauen könnten.

1955, als die kommunistische Bedrohung zunahm, wurde Deutschland gestattet, sich wieder zu be- waffnen und dem neu gegründeten Nordatlantischen Bündnis beizutreten. Es gab auch Vorbe- dingungen: Deutschland musste auf das Recht auf biologische und chemische Waffen verzichten, die Bundeswehr wurde auf 500.000 Mann beschränkt und sie musste unter dem Kommando der Nato operieren. […]

Die Alliierten lockerten auch ihr Verbot der Wiederbewaffnung Deutschlands. Schritt für Schritt wur- de genau derselben Industrie, die Hitlers Kriegsgeräte gebaut hatte, erlaubt, ihren Betrieb wieder aufzunehmen. Über ihre Geschichte wird nicht nur in geheimen Dokumenten berichtet, sondern auch ausführlich auf den offiziellen Webseiten der Firmen.

Zum Beispiel enthält die Webseite der Firma Rheinmetall eine ausführliche Chronik der Firmenge- schichte während des zweiten Weltkrieges. […]

Viele andere Waffenhersteller erzählen ähnliche Geschichten. Noch interessanter ist, wie sie nach dem Verbot von Potsdam von 1945 wieder ins Geschäft kommen konnten.

Die Rheinmetall-Borsig AG teilte sich in zwei Firmen auf, um so die Erteilung der Produktionserlaubnis zu erleichtern. 1950 erhielten beide Firmen die Genehmigung, Produkte für den zivilen Markt herzu- stellen. 1956 wurde Rheinmetall autorisiert, die Produktion militärischen Materials wiederaufzuneh- men. So wurde das Potsdamer Abkommen nicht lange, nachdem seine Tinte getrocknet war, bereits un- terlaufen!

[…]

Krauss-Maffei Wegmann trug zu dem Bau der Panzer bei, die nach Polen und über ganz Europa roll- ten. In dieser Tradition produziert die Firma heute noch größere, schnellere und viel leistungsfähigere Panzer. Es war eine Tradition der Nazis, die Panzer nach Großkatzen wie Tiger und Panther zu be- nennen. Das Kriegsende stoppte die Arbeit an einem weiteren Panzer, der Leopard genannt werden sollte. Aber in den 1960er Jahren begann Krauss-Maffei Wegmann dann die Produktion des Leopard I Kampfpanzers. Es folgten der Gepard und der Leopard II.

Dieselbe Waffenindustrie, die die Welt im zweiten Weltkrieg schockierte, stieg im kalten Krieg wieder schnell auf. […]

Nato Dokumente zeichnen auf, dass die Bundeswehr während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum „Rückgrat der konventionellen Verteidigung Mitteleuropas der Nato geworden ist“. […]

Der Zusammenbruch der Sowjetunion im Dezember 1991 hatte direkte Auswirkungen auf Deutsch- lands militärische Erweiterung. Aber nicht so, wie Sie es vielleicht erwarten. Deutschland begann tat- sächlich, seine militärischen Ausgaben zu verringern. Warum?

Geld sparen für die dritte Runde

Als der kalte Krieg endete, beendete Deutschland seine Militarisierung weitgehend. Sogar als Nato-Vertreter Berlin aufforderten, seinen Verteidigungsetat aufzustocken, wurde das abgelehnt.

Bedeutet das, dass Deutschlands militärischer Ehrgeiz nicht mehr existiert? Ganz im Gegenteil: Es be- deutet, dass das wiedervereinigte Deutschland die Autorität der natoablehnt. Innerhalb der Nato hat Deutschland sein erlaubtes militärisches Potential erreicht. Dieser Plan erfordert, sich zuerst darauf zu konzentrieren, innenpolitisch gesund und stark zu werden, Ostdeutschland in die eigenen Reihen zu integrieren und die wirtschaftliche und politische Vorherrschaft in Europa abzusichern.

Anstatt jedes Jahr Milliarden in die Sicherheit Europas zu investieren, verließ sich Deutschland auf den Sicherheitsschirm der Vereinigten Staaten. Die Milliarden, die es sich so ersparte, wurden in die zivile Industrie und Wirtschaft investiert. Außerhalb der nato jedoch entwickelte Deutschland seine eigene Waffenindustrie, seine Integration mit den anderen EU Streitkräften und ihre Einsätze im Ausland.

[…]

Im Zeitalter der Cyberkriege, der künstlichen Intelligenz und des technologischen Fortschritts bedarf es sehr viel Geld und Anstrengungen, um mit der Konkurrenz Schritt halten zu können. In diesen kri- tischen Zeit in der Geschichte sehen sich die Vereinigten Staaten und Russland gezwungen, ihren Mili- tärhaushalt zu kürzen, während Deutschland aufrüsten kann.

„Deutschland hat von der Tatsache profitiert, dass die strategische Situation zwei Jahrzehnte lang ruhig geblieben ist und es ihm erlaubt hat, in die zivile Wirtschaft zu investieren“, stellte der Schweizer Militärexperte Albert Stahel in einem Interview mit Focus Online fest. „Aber das ist nun vorbei. Die ganze Orientierung des Staates muss neu überdacht werden. Die Rüstungsmaschinerie muss wieder gestartet werden“ (7. Februar 2017).

Heute ist Deutschland bereit – sowohl wirtschaftlich als auch industriell – im militärischen Rüstungs- wettlauf wieder mitzuspielen. Es hat die Technologie, die Fabriken und die Industrie. Und es hat auch jahrzehntelange Erfahrung bei der Herstellung von militärischen Weltklasseausrüstungen.

[…]

Auch wenn Deutschland Militärausgaben abnahmen, hat seine militärische Produktionsindustrie nie auf- gehört, Waffen herzustellen. Tatsächlich wurde sie nur immer stärker.

In dem Merkblatt vom März 2018 der sipri heißt es: „Der gesamte Waffenexport der EU Mitgliedslän- der machte zwischen 2013 und 2017 27 Prozent der globalen Exporte aus.“ Deutschland alleine stieg zum drittgrößten Waffenexporteur der Welt auf. […]

Aber warum exportiert Deutschland Waffen überall hin? Es ist nicht der Profit. 2017 machte der Waf- fenexport weniger als ein halbes Prozent des gesamten deutschen Exports aus.

Deutschlands Wirtschaftsministerium schreibt auf seiner Webseite: „Waffenexporte sind keine Res- sourcen für die Wirtschaftspolitik.“ Mit anderen Worten, man hat einen strategischen Grund für die Herstellung und den Export von Waffen. Die Regierung nennt mindestens zwei Gründe: Es schafft strategische Partnerschaften und Bündnisse und es unterhält Deutschlands Waffenindustrie und somit die nationale Sicherheit.

Die Herstellung und der Export von Waffen bringen enorme strategische und militärische Vorteile mit sich. Deutschland mag seine militärischen Lagerbestände vernachlässigt haben, aber es hat nicht seine Fähigkeit zur Herstellung militärischer Hardware vernachlässigt. Es hat mit der Herstellung und dem Export von Waffen Geld verdient, während andere Länder für die Lagerung und Modernisierung der Waffen Geld ausgegeben haben. Deutschland hat vielleicht nicht tausende von Panzern und Millionen von Maschinengewehren gelagert, aber es hat Fabriken, Pläne und Entwürfe, Erfahrung und das Können, sich zu militarisieren.

Deutschland hat seine Waffen auf verschiedenartigem Terrain überall auf der Welt getestet. Die In- dustrie wurde wiederholt auf Fehlfunktionen der Ausrüstung hingewiesen und hat in Friedenszeiten seine Waffen modernisiert und perfektioniert. […]

Deutschland baut einige der gefragtesten Panzer der Welt. In Zusammenarbeit mit Frankreich arbeitet es an der nächsten Generation der Kampfsysteme. Es wird vorausgesagt, dass die neu entwickelten Panzer dem russischen T-14 überlegen sind. Ein Gemeinschaftsprojekt von Airbus und Dassault Avi- ation zielt auf eine Beherrschung des Luftraums mit Kampfjets der nächsten Generation und einem zukünftigen Luftkampfsystem ab. Es wird vorausgesagt, dass die deutsch-französischen Kampfflug- zeuge der amerikanischen F-35 überlegen sind.

[…]

Wenn es die Stärke seiner Waffenindustrie mit seiner zivilen Industrie kombiniert, könnte Deutschland schon bald an Stelle von Autos Panzer und andere militärische Fahrzeuge in Massen herstellen.  […]

Diese Faktoren verleihen Deutschland ein enormes militärisches Potential. Es mag vielleicht nicht vor Panzern, Kampfjets und Gewehren strotzen, aber es besitzt die industrielle Kapazität, all diese Dinge herzustellen. Tatsächlich stellt sie all das bereits für andere Länder her. Es braucht nur einige davon für sich im Land zu behalten.

[…]

Die europäische Strategie

Wenn wir Deutschlands militärisches Potential einschätzen wollen, dann ist es wichtig, auch die Kapa- zität seiner europäischen Nachbarn zu berücksichtigen. Warum? Weil Deutschland Dank seiner wirt- schaftlichen und politischen Position in Europa auch von den Aktivposten der Nachbarländer Gebrauch machen kann. Außerdem spricht die Prophetie der Bibel von einer europäischen Supermacht, die von Deutschland angeführt wird.

Bald werden wir erleben, wie Deutschland größeren Einfluss gewinnen und sogar direkte Kontrolle über die französische Luftwaffe, Italiens Marine und Polens eindrucksvolle Panzerbrigade erhalten wird. Tatsächlich sind bereits Bestrebungen im Gange, diese unterschiedlichen Sektoren zu vereinheit- lichen. Deutschland arbeitet daran, Europas Waffenindustrie, seine militärischen Operationszentralen, seine Streitkräfte und seine Führung zusammenzulegen. Der größte Teil der niederländischen Streit- kräfte sind bereits in die deutschen Streitkräfte integriert. Die tschechischen und die rumänischen Streitkräfte haben sich ebenfalls damit einverstanden erklärt, sich den Deutschen anzuschließen. […]

2017 schlossen die EU Länder einen Militärpakt genannt ständige strukturierte Zusammenarbeit, der Logistik-, Transport- und Trainingsmissionen einschließt und dabei behilflich sein wird, Operationen der Mitgliedsländer zu koordinieren.

Aber Europas Armee und Militär wären ohne eine wirkungsvolle Führung auf Offiziersebene weitge- hend unwirksam. Deshalb trainiert Deutschland überall in Europa militärische Offiziere.

Die Bundeswehr, Deutschlands Streitkräfte, hat gegenwärtig 24 Trainingseinrichtungen, die den Sol- daten aller EU Länder zur Verfügung stehen. Außerdem hat sie Truppen in 55 anderen Trainingsein- richtungen aus Streitkräften von überall in Europa. Einige Bundeswehroffiziere besuchen die Elite- offiziersschule in Saint-Cyr, wo sie über Frankreichs militärische Strukturen, Strategien, Ressourcen und Mentalität unterrichtet werden.

Deutsche Offizieren lernen, mit ausländischen Soldaten zu arbeiten und sie zu befehligen. Sie ar- beiten mit den Franzosen beim Fliegen von Hubschraubern zusammen. Deutsche Unterseeboote könnten bald bemannt mit deutsch-norwegischen Mannschaften zur Patrouille auslaufen.

Vorbereitungen für den dritten Weltkrieg

1945 sagte Herbert W. Armstrong seinen Radiozuhörern: „Vom Anfang des zweiten Weltkriegs an ha- ben die Deutschen damit gerechnet, diese zweite Runde zu verlieren, wie sie schon die erste verloren haben – und sie haben für diesen Fall sorgfältig und methodisch eine dritte Runde geplant – den dritten Weltkrieg!“

[…]

Er verstand die Prophezeiungen in Hesekiel, Habakuk und Matthäus 24, die eine Zeit großer Gewalt und Trübsal beschreiben. Beachten Sie Habakuk 1, 8-10, wo dieses europäische Reich in der Endzeit beschrieben wird: „Ihre Rosse sind schneller als die Panther und bissiger als die Wölfe am Abend. Ihre Reiter fliegen in großen Scharen von ferne daher, wie die Adler eilen zum Fraß. Sie kommen allesamt, um Schaden zu tun; wo sie hinwollen, stürmen sie vorwärts und raffen Gefangene zusammen wie Sand. Sie spotten der Könige, und der Fürsten lachen sie. Alle Festungen werden ihnen ein Scherz sein; denn sie schütten Erde auf und erobern sie.“

Diese Bibelstelle beschreibt die einfach destruktivste, erschreckendste Militärmacht der Menschheits- geschichte!

[…]

Fast die gesamte internationale Gemeinschaft fleht Deutschland an, mehr in sein Militär zu investieren – und das nicht nur in Europa, sondern auch im Nahen Osten, in Zentralasien und in Afrika. Wie oft haben wir in den letzten zwei Jahren gehört, dass der amerikanische Präsident Berlin aufgefordert hat, mehr in sein Militär zu investieren und mehr Verantwortung für die Sicherheit Europas zu über- nehmen? Jetzt sehen wir, wie Frankreich und Deutschland wirklich Fortschritte bei der Entwicklung der europäischen Streitkräfte machen.

[…]

Es gab noch nie einen größeren Anreiz für Deutschland und Europa aufzurüsten.

[…]

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Ein Teufelskreis: Die deutsch-russischen Beziehungen

Sie sind die besten Freunde. Sie sind die schlimmsten Feinde. Keine Beziehung zwischen zwei Ländern ist faszinierender als die von Deutschland und Russland. Und keine Beziehung ist wichtiger für die Zu- kunft der Welt.

Eine deutsch-russische Allianz würde Europa und Asien beherrschen. Zusammengenommen würden ihre Ressourcen jede Macht der Welt, sogar die Vereinigten Staaten, herausfordern. Deshalb war das erste Ziel der amerikanischen Außenpolitik im vorigen Jahrhundert sicherzustellen, dass kein Land und kein Bündnis ganz Europa und Westasien beherrscht. […]

Heute zieht sich Amerika von der Weltbühne zurück und Europa beginnt, auf eigenen Beinen zu stehen. Folglich wird die Zukunft der Welt wieder einmal von den deutsch-russischen Beziehungen bestimmt. Dadurch wird die Geschichte dieser beiden Länder für alle wichtig.

Diese Geschichte zeigt, warum eine russisch-deutsche Allianz so besorgniserregend plausibel ist.

Jahrhundertelang war die Beziehung zwischen Russland und Deutschland dauerhaft unbeständig. Nur wenige Länder hatten noch engere Beziehungen. Von Zeit zu Zeit haben die beiden gegen ihre Nach- barn zusammengehalten. Russland wurde sogar in einer seiner glanzvollsten Perioden von einer Deut- schen regiert. Allerdings hat sich Deutschland auch hin und wieder in Russlands Verderben verwandelt und war näher daran, es auszulöschen als kein anderes Land seit der mongolischen Invasion. An- dererseits hat auch Russland das Ende für europäische Imperien bedeutet – der Moloch, der Druck auf die mehr als 5400 km lange gemeinsame Grenze ausübte, die es oft überschritt und alles auf seinem Weg vernichtete. Die Bösartigkeit dieser Konflikte war erschreckend.

Die historischen Kräfte, die dieses Muster von Anziehung und Abstoßung hervorgerufen haben, gibt es immer noch. Russland möchte auf die europäischen Experten zurückgreifen. Deutschland will Russ- lands Rohstoffe. Beide wollen friedlich miteinander auskommen, um ihre Macht und ihren Einfluss auf andere Regionen auszudehnen. Aber gleichzeitig stellt jeder von ihnen für den anderen eine größere Bedrohung dar. Es gibt keine leicht zu verteidigende geografische Barriere zwischen Deutschland und Russland – keine Gebirgsketten oder große Flüsse. Deshalb könnte ein schneller Schlag des einen den anderen leicht lahmlegen.

Daher die Geschichte von Furcht zusammen mit Freundschaft – dieses Muster setzt sich bis heute fort.

[…]

Peter der Große

Peter näherte Russland an Europa an – buchstäblich. Er drängte das schwedische Reich zurück und besiegte die polnisch-litauische Nationengemeinschaft. Dann siedelte er Russlands Hauptstadt in die- sem neu eroberten Territorium an und errichtete St. Petersburg am Ufer der Ostsee.

[…]

[…] Er trommelte Experten von überall in Europa und Deutschland zusammen und schloss Bündnisse mit den deutschen Fürstentümern ab. Seine Kinder heirateten alle in europäische Fürstenfamilien ein.

Die deutsche Expertise war dabei behilflich, den Zar „Peter den Großen“ groß zu machen. Und genau wie es auch in Zukunft sein würde, wurde die deutsch-russische Allianz als militärischer Geheimpakt abgeschlossen. Im Jahr 1732, sieben Jahre nach Peters Tod bildeten Österreich, Preußen und Russ- land die Allianz der Drei Schwarzen Engel, was sich auf die Nationalsymbole der drei beteiligten Staa- ten bezog. […]

[…]

Aber bald zeigte sich auch die Instabilität von Russlands Beziehung zu Deutschland. Viele Leute in Russland fürchteten Deutschland – besonders den deutschen Staat Preußen, eine größere, aufstei- gende Macht. Deutsche Berater hatten enormen Einfluss auf die russische Regierung. Viele Russen verübelten ihnen das. Deshalb putschte die antideutsche Fraktion 1741 gegen Peters einjährigen Enkelsohn, der damals den Thron innehatte. Er wurde durch Elisabeth ersetzt, eine von Peters Töch- tern.

Die Beziehungen zu Deutschland verschlechterten sich über Nacht. Deutsche Berater wurden ausge- wiesen. Als in Europa ein Krieg drohte, verbündete sich Elisabeths Russland mit Österreich und Frank- reich – gegen Preußen.

Im Jahre 1756 brach der siebenjährige Krieg aus. Winston Churchill nannte ihn später den ersten richtigen Weltkrieg. In diesem Krieg kämpften Großbritannien und Preußen gegen Frankreich, Öster- reich und Russland. […]

Katherinas Peitschenhieb

Dann kam, was die Preußen ein „Wunder“ nannten: 1762 starb Elisabeth. Sie hatte keine Kinder, also war ihr Neffe der Thronerbe.

Peter III. war der Sohn von Elisabeths Schwester, die nach Deutschland gezogen war und einen deutschen Herzog geheiratet hatte. Infolgedessen wurde Peter in Deutschland geboren und sprach besser Deutsch als Russisch.

Plötzlich wechselte Russland wieder die Seite. Die russischen Soldaten hörten auf, in Preußen einzu- marschieren und begannen, dem Land zu helfen. Preußen eroberte verlorenes Terrain zurück. Öster- reich sah sich gezwungen, Frieden zu schließen.

Sechs Monate später gewann Deutschland noch mehr Einfluss in Russland. Peter III. war kein be- liebter Herrscher. Seine Frau Katharina half dabei, einen Putsch gegen ihn zu organisieren. Peter wurde verhaftet und später umgebracht. Katherina wurde nun rechtmäßig Zarin.

Die Herrscherin Russlands war jetzt kein Nachkomme der russischen Zarenfamilie mehr. Sie war nicht einmal ethnische Russin. Sie war Deutsche.

In wenigen Monaten hatten sich Russland und Preußen von Todfeinden in enge Verbündete verwan- delt. Russland brauchte immer noch geschickte Arbeiter. Daher lud Katharina Europäer ein, in Russ- land zu leben und zugleich ihre eigene Kultur zu bewahren. Diese Einwanderer waren vom Wehrdienst und von vielen Steuern befreit. Das Angebot war an Deutschland gerichtet und die Deutschen kamen in Scharen. Als man in Russland Ende des 19. Jahrhunderts die erste Volkszählung veranstaltete, ga- ben etwa zwei Millionen Menschen Deutsch als ihre Muttersprache an.

Russland und Preußen kooperierten auch auf eine Weise, die modernen Lesern vertraut vorkommen wird: Sie teilten Polen unter sich auf. Russland, Österreich und Preußen teilten Polen in einer Reihe von Abtrennungen in drei Teile, bis Polen von der Landkarte verschwunden war.

Katharina war nicht einfach nur nett zu Preußen, weil sie Deutsche war. Auch sie wurde bekannt als „die Große“. Mit einem sicheren Bündnisvertrag mit Deutschland dehnte sich Russland anderswo weiter aus. Katarina drängte die Türken des Osmanischen Reichs zurück und eroberte Territorien im Kaukasus. Am Ende ihrer Herrschaft im Jahre 1796 hatte sie Russlands Territorium um mehr als 500.000 Quadratkilometer vergrößert.

[…]

‚Das Geheimnis der Politik‘

[…] In Deutschland sorgte Otto von Bismarck als preußischer Ministerpräsident 1862 dafür, dass sich nach vertrautem Muster wieder gute Beziehungen zwischen Deutschland und Russland entwickelten. Daher der bekannte Ausspruch von Bismarck: „Das Geheimnis der Politik? Schließen Sie ein gutes Ab- kommen mit Russland.“

Zu diesem Zweck handelten Deutschland, Österreich und Russland 1873 das Dreikaiserabkommen aus. Österreich verließ später das Bündnis, also schlossen Russland und Deutschland 1887 den Rück- versicherungsvertrag ab. In diesem geheimen Vertrag verpflichten sich beide Länder, neutral zu bleiben, wenn eins der beiden sich in einen Krieg mit einer anderen größeren Macht verwickelte. Deutschland ließ Russland auch freie Hand, sich am Schwarzen Meer auszudehnen. Nach Osten hin abgesichert, war das frisch vereinigte Deutsche Reich unter Preußens Führung in der Lage, sich zu etablieren und zur dominanten Macht in Europa zu werden.

Aber 1890 wurde Bismarck von dem neuen Kaiser Wilhelm II. von seinem Amt als Reichskanzler ent- bunden. Der Kaiser schwenkte sehr bald in seiner Russland-Politik um. Er fürchtete Russland und be- neidete es um seine Herrschaft über Osteuropa. 1914 griff Deutschland schließlich Russland an.

Inspiriert von der Ostsiedlung wollte die deutsche Regierung ein Kolonialreich in Mittel-und Osteuropa errichten. Sowohl der Kaiser als auch der Chef des Generalstabs, Helmuth von Moltke malten sich einen Rassenkrieg aus, den Moltke als den „Kampf zwischen Teutonen und Slawen“ beschrieb. Das würde es Deutschland ermöglichen, seine „natürliche“ Position als Anführer der Slawen in Osteuropa einzunehmen.

1917 bekam Deutschland alles, was es wollte. Am 8. März stürzte die „Februarrevolution“ in St. Pe- tersburg Russlands Romanow-Dynastie. Und Deutschland erkannte seine Chance.

[…]

Nach dem ersten Weltkrieg hatten Deutschland und Russland offiziell ein schlechtes Verhältnis. Viele russische Kommunisten wollten die Revolution nach Deutschland exportieren. Nach einem Umsturz- versuch im November 1918 wies Deutschland das gesamte Personal der russischen Botschaft aus.

[…]

Am 16. April 1922 unterzeichneten Deutschland und Russland den Vertrag von Rapallo. Oberflächlich betrachtet war es nur ein Standardvertrag zur diplomatischen Wiederannäherung zwischen zwei ehe- mals verfeindeten Ländern. Aber er ermöglichte eine viel engere Zusammenarbeit zwischen Deutsch- land und Russland – eine Zusammenarbeit, die erst viel später aufgedeckt wurde. Deutschland würde militärische Forschung, Entwicklung und Ausbildung betreiben, die ihm im Versailler Vertrag am Ende des ersten Weltkriegs verboten worden waren – in Russland. Im Gegenzug würde Russland die deut- sche Reichswehr ausbilden und fortschrittliche und verbesserte Militärtechniken mit Deutschland tei- len. Deutschland würde geheime Stützpunkte, Fabriken und Flugfelder in Russland bauen.

[…] Diese geheime Allianz war der Hauptgrund dafür, dass Deutschland urplötzlich so mächtig werden konnte, als Hitler 1933 Reichskanzler wurde.

Als sich der deutsche und der russische Außenminister am 23. August 1939 trafen, um Osteuropa un- ter sich aufzuteilen, war das wohl kaum der Beginn einer neuen Beziehung. […]

Bekannt als Molotow-Ribbentrop Pakt oder Hitler-Stalin Pakt wurde dieses Abkommen als „Nichtan- griffspakt“ bekannt gemacht. Er war genau das Gegenteil: Er legte fest, welche Teile Osteuropas Russland sich mit deutscher Einwilligung aneignen dürfte und umgekehrt. Genau auf die gleiche Weise wie schon Friedrich und Katharina Europa vorher unter sich aufgeteilt hatten.

Das ebnete auch den Weg für eine weltweite kommunistische Unterstützung des Naziregimes. Stalin schickte Deutschland eine Million Tonnen Getreide, 900.000 Tonnen Öl sowie Eisenerz und andere Ma- terialien und ließ dadurch zu, dass Russlands enormer Reichtum die deutsche Kriegsmaschinerie am Laufen hielt.

Aber wieder einmal gab es einen plötzlichen Umschwung in der Allianz. Am 22. Juni 1941 startete Hitler die Operation Barbarossa: Er marschierte in Russland ein. Stalin erhielt mindestens 80 War- nungen, dass Hitler ihm mit einem Dolchstoß in den Rücken fallen würde, aber wollte es einfach nicht glauben. […]

Das moderne Muster

Wenn man die gegenwärtigen Ereignisse im Licht dieser Geschichte betrachtet, wird ihre Bedeutung klar. Das gleiche Muster entwickelt sich jetzt wieder: Die deutsche Expertise im Austausch für rus- sische Rohmaterialien und eine Art Übereinkommen, sich gegenseitig nicht in die Quere zu kommen.

[…]

Russland hat schon eine Unterwasserpipeline für Erdgas, die direkt nach Deutschland führt. Jetzt ist es dabei, noch eine zweite zu bauen.

[…]

Die neue Pipeline verwandelt die Gasversorgung in eine präzisere Waffe. Russland kann jetzt jedem osteuropäischen Land seiner Wahl das Gas abstellen, während es die anderen Länder über Deutsch- land weiterversorgt. Deutschland hilft Russland, Macht in Osteuropa auszuüben. Aus diesem Grund haben Politiker in Polen und Osteuropa sich nun angewöhnt, die Nord Stream 2 Pipeline die „Molotow-Ribbentrop 2 Pipeline“ zu nennen.

Im Gegenzug erhält Deutschland billiges Erdgas und stillschweigend auch mehr Einfluss auf die Län- der, die jetzt ihr Gas über Deutschland beziehen. Die Transportkosten über die neue Pipeline werden schätzungsweise etwa 40 Prozent geringer sein als über die früheren Überlandpipelines.

[…]

Der Deal wurde gekonnt vom ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder eingefädelt, der gleich nach dem Ende seiner Kanzlerschaft bei der russischen Gasprom anheuerte, dem gigantischen, von der russischen Regierung kontrollierten Energieunternehmen. Seine Aufgabe war es, das Nord Stream 2 Projekt zu leiten. Inzwischen ist er der Aufsichtsratsvorsitzende der Rosneft, Russlands größter Öl-Firma – und der Erbe einer langen Tradition von führenden deutschen Politikern, die in Russland Kar- riere gemacht haben.

Russlands konventionelle Öl-und Gasressourcen werden ausgeschöpft. Um seine Gasversorgung so ef- fektiv wie möglich als Waffe nutzen zu können, braucht Russland die Expertise des Westens. Deutsch- land liefert sie – zusammen mit anderen europäischen Ländern.

[…]

Abgesehen von Öl und Gas ist die deutsche Technologie auch auf anderen Gebieten sehr wertvoll. 80 Prozent der russischen Kraftwerke verwenden bei Siemens hergestellte Turbinen. Diese deutsche Fir- ma war auch dabei behilflich, die russische Transportinfrastruktur zu modernisieren. Und das ist nicht ihre einzige Verbindung. BNE IntelliNews, eine Webseite spezialisiert auf Wirtschaftsnachrichten über neu entstehende Märkte schrieb: „Von allen in Russland arbeitenden Firmen hat Siemens wahrschein- lich die besten Beziehungen zum Kreml. Diese Beziehungen wurden von Gerhard Schröder, dem früheren deutschen Bundeskanzler und späteren Sportsfreund des [russischen] Präsidenten Wladimir Putin ausgehandelt. Er nahm persönlich an den Verhandlungen zwischen dem Vorstandsvorsitzenden von Siemens und Putin teil, als sie ihre Geschäfte besprachen“.

[…]

Deutschland hat nicht reagiert, als Russland in Georgien und in der Ukraine einmarschierte. Geheime Verträge und Abmachungen, um Länder unter sich aufzuteilen, mögen im modernen Amerika eigen- artig klingen. Aber die Geschichte zeigt, dass sie ein regelmäßiger Bestandteil der Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind. Ein weiteres Geheimabkommen wäre einfach nur die Rück- kehr zur Normalität.

[…]

Die Geschichte gibt uns eine unheilvolle Warnung vor den Ergebnissen solcher Geschäfte. Das deutsch-russische Verhältnis stand immer im Mittelpunkt der destruktivsten Konflikte der Mensch- heitsgeschichte.

[…]

https://www.dieposaune.de/de/articles/posts/ein-teufelskreis-die-deutsch-russischen-beziehungen

Die Verfassunggebende Versammlung hat ein Aktenzeichen vom Bundesverfassungsgericht erhalten

Auf das Schreiben der Verfassunggebenden Versammlung vom 3. Juli 2018:

Die Verfassunggebende Versammlung für Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht in Kenntnis gesetzt,

hat das Bundesverfassungsgericht ein Aktenzeichen vergeben:

bvg-eingangsschreiben

weitere Korrespondenzen werden nach Beendigung der Fristsetzung  folgen! Dem völkerrechtlichen Rechtsakt wurde im Urteil vom 23.10. 1951 vom Bundesverfassungsgericht bereits der Vorrang der Verfassunggebenden Versammlung über die gewählte Regierung bestätigt:

21. Eine verfassunggebende Versammlung hat einen höheren Rang als die auf Grund der erlassenen Verfassung gewählte Volksvertretung. Sie ist im Besitz des „pouvoir constituant“. Mit dieser besonderen Stellung ist unverträglich, daß ihr von außen Beschränkungen auferlegt werden.

BVerfG, Urteil vom 23.10.1951 – 2 BvG 1/51  – https://openjur.de/u/552901.html

https://ddbnews.wordpress.com/2018/07/17/die-verfassunggebende-versammlung-hat-einaktenzeichen-vom-bundesverfassungsgericht-erhalten/